Freitag, 4. September 2015

Wochenendausflug - Donghae und Umgebung

Freitag abend um 23 Uhr saß ich mit Roland am Rechner und wir haben ein Hotel ausgesucht... Samstag früh um 9 Uhr saßen wir im Auto Richtung Ostküste...

Wieder mal recht spontan - wie wir das ja gern mal machen - haben wir uns letztes Wochenende entschlossen, das schöne Wetter zu nutzen und die Stadt für ein Strandwochenende an der Ostküste zu verlassen.
Nachdem wir Sokcho und Gangneung schon besucht hatten, ging es diesmal etwas weiter südlich nach Donghae und Samcheok. 

Auf der Hinfahrt hatten wir leider einiges an Stau und haben vier Stunden gebraucht bis wir in Samcheok ankamen. Kaum angekommen gab es dann aber Entspannung und Urlaubsfeeling pur. Wir haben unser Zelt am Strand aufgeschlagen und den Rest des Nachmittags dort verbracht.
Feiner Sandstrand, blaues Meer, eine leichte Brise - HERRLICH!

Die Männer und das Meer :-)
Nachdem wir gegen abend in unser Hotel eingecheckt hatten, wollten wir dann noch unbedingt Fisch und Seafood essen. Nichts leichter als das! In der "Market Street of Sliced Raw Fish Restaurants" (heißt wirklich so, nicht erfunden!!!) fanden wir schnell ein gut besuchtes "Boden-Sitzer-Restaurant", dass einen einladenden Eindruck machte. Und dann wurde mächtig aufgetischt! Sehr lecker (nur bei den Octopus-Armen die noch gezappelt haben, habe ich gezögert...)




Am Sonntag Vormittag sind wir dann ins Mureung Valley (무릉계곡) gefahren und dort gewandert. Dieses Tal wird auch der "Koreanische Grand Canyon" genannt. Obwohl die Ähnlichkeit mit dem Grand Canyon nur darin besteht, dass beide Täler durch Wasserausspülungen entstanden sind, ist das Mureung Valley eine wunderschöne, bewaldete (schattenspendende) Gesteinslandschaft in der es sich gerade jetzt im Sommer toll wandern und picknicken lässt.



 

Wir haben eine ca. 5km lange Wanderung zu den sogenannten Twin Falls gemacht. Diese beiden direkt nebeneinander liegenden Wasserfälle sind wirklich sehenswert und die doch etwas beschwerliche Wanderung (gerade für Kinder) wert. Jonathan hat aber gut durchgehalten und musste nur ein wenig auf dem Rückweg mit Gummibärchen bestochen werden.
Twin Falls im Mureung Valley

Wie immer in Korea sind am Ende einer Wanderstrecke Restaurants nicht weit und wir haben uns dann mit einem Mittagessen bei tollem Ausblick auf den Fluss der durch das Mureung Valley fließt gestärkt.

Anschließend ging es zum Chuam Beach. Highlight ist hier der sogenannte Candle Stick Rock (촛대바위), der genauso aussieht wie sein Name andeutet.

Candlestick Rock am Chuam Beach

Den Nachmittag haben wir dann wieder am Strand verbracht; diesmal am Mangsang Beach etwas weiter nördlich von Donghae. Wir waren fast die Letzten die den Strand in der Abenddämmerung verlassen haben... es war einfach so ein herrliches Urlaubsgefühl und ich glaube wir haben uns alle Vier gewünscht, dass das Wochenende doch bitte einen Tag länger sein könnte!
Nach dem Abendessen ging es dann allerdings zurück nach Seoul. Beide Kinder haben den größten Teil der Fahrt zufrieden geschlafen und bestimmt vom Sandburgen-Bauen und Schwimmen im Meer geträumt!

Tip: Unser last minute gebuchtes Hotel war übrigens wirklich toll; können wir nur weiterempfehlen! Gute Preis-Leistung, ganz frisch renoviert und allerlei Annehmlichkeiten die in koreanischen Hotels nicht unbedingt üblich sind (während sie in Europa zum Standard gehören...) -> Hyunjin Tourist Hotel in Donghae

Welcome back!

Seit vier Wochen sind wir nach unserem langen Sommerurlaub (7 Wochen) in Deutschland wieder zurück in Korea! Vier Wochen um sich wieder einzugewöhnen - sich wieder auf das Wetter, die Leute und die Stadt einzustellen. Vier Wochen um von deutscher Dorfidylle wieder in der koreanischen Großstadtrealität anzukommen...
Und was soll ich sagen? Mein kleiner "Korea-Überdruss" von vor den Sommerferien ist verflogen. Wir sind wieder zuhause!
Mit neuen Ideen, neuer Motivation und neuer Energie!


In den letzten vier Wochen habe ich bzw. haben wir schon so viel gemacht wie sonst manchmal in einem halben Jahr nicht ;-)
  • Wir haben ein sehr spontanes "Mini-Urlaubs-Wochenende" an der Ostküste verbracht
  • Ich war zum ersten Mal auf einem Konzert in Korea
  • Ich war am Abend so oft aus wie sonst in einem ganzen Jahr ;-)
  • Meine Jogging-Motivation hält an (2-3 Mal die Woche und inzwischen habe ich sogar schonmal die 10km Marke überschritten)
  • Wir haben wunderbare Zeit mit Freunden verbracht die wir über den Sommer sehr vermisst haben
Tja und dann war da dieser eine Punkt auf meiner gedanklichen To-do-Liste, der da schon eine ganze Weile rumgeschwirrt war, aber den ich nie erledigt - ja nicht einmal wirklich in Angriff genommen habe:
DIESEN BLOG endlich wieder aufleben lassen! Nach über einem Jahr ohne einen neuen Post (was in Blogger-Zeitrechnung etwa einem ganzen Leben entspricht) soll es an dieser Stelle endlich wieder regelmäßige Neuigkeiten geben von den "Koreanern" wie wir inzwischen liebevoll von Freunden & Familie in Deutschland genannt werden.  
Also los geht's!

P.S. Als kleines Update für diejenigen von Euch, die es noch nicht wissen... Einer der Gründe warum dieser Blog zu so einem vernachlässigten Baby geworden ist: Wir haben ein neues reales Baby :-) Ja, seit letzten Oktober erleben wir alle Ups and Downs unseres Korea-Abenteuers zu Viert!

Mittwoch, 11. Juni 2014

Back from Vietnam

Ein paar Wochen sind wieder ins Land gezogen und wir waren mal wieder im Urlaub :-)
Ganz kurzentschlossen haben wir zwei koreanische Feiertage ausgenutzt und für 9 Tage Urlaub in Hoi An, Vietnam gemacht. Diesmal lief es wieder so (wie fast schon ein bischen üblich für uns): Mittwoch gebucht, Samstag losgeflogen... Noch schnell ein Visum für Vietnam besorgen (das hätten wir fast vergessen, da Koreaner kein Visum für Vietnam brauchen, wir aber trotz "residency" in Seoul natürlich einen deutschen Pass haben und dementsprechend ein Visum benötigen)... Hat aber alles noch grad so in time geklappt und so gings gut gelaunt letzten Samstag früh los.

Vorgenommen hatten wir uns eigentlich nichts außer am Strand liegen, im Pool schwimmen und relaxen, denn wir wussten aus der Wettervorhersage, dass es in unserer Urlaubswoche täglich zwischen 37 und 39° Grad warm - oder besser heiß werden sollte. Außerdem wollten wir ja einfach nur eine kleine Auszeit vom in letzter Zeit zum Teil sehr stressigen Alltag...

Die ersten vier Nächte waren wir in einem "Familienhotel", das Roland vor allem wegen des riesigen Pools mit Kinderspielplatz für Jonathan ausgesucht hatte.

Die zweiten vier Nächte haben wir uns dann ein bischen was schickeres gegönnt und waren (auf Empfehlung von Bekannten) in einem wirklich schönen Resort in dem wir auch noch eine supertolle Junior Suite gebucht hatten.


Das lustige an der Geschichte: Bevor wir losgefahren sind, war uns klar dass die beiden Hotels natürlich in der gleichen Stadt und ungefähr am gleichen Strand sind (Cua Dai Beach), aber dass unser "Umzug" von Hotel 1 in Hotel 2 dann ein Spaziergang von nur 300 Metern war, wussten wir nicht...

Trotz heißer Temperaturen waren wir fast jeden Abend in Hoi An, City Centre. Und das aus zwei Gründen: Zum einen ist Hoi An eine wirklich wunderschöne Stadt. Die Altstadt wurde nicht umsonst zum UNESCO Weltkulturerbe erklärt. Durch die japanischen Einflüsse aus Zeiten als Hoi An der größte Hafen Südostasiens und Hafen der Seidenstraße war und aus der Zeit der französischen Kolonialzeit, hat die Stadt eine ganz besondere Architektur. Als eine der wenigen Altstädte hat Hoi An den Vietnamkrieg ziemlich unbeschadet überstanden hat und ist somit ziemlich einzigartig.







Es sind natürlich sehr viele Touristen in Hoi An unterwegs und an jeder Ecke sind Souvenir-Shops etc zu finden. Es hat sich aber auch eine wirklich nette Restaurant- und Barszene entwickelt, sodass wir zum Abendessen immer fündig geworden sind. Und die vietnamesische Küche ist sowas von LECKER!!!! Ich sag nur: Gegrilltes im Bananen-Blatt und ganz viel Würzen mit Zitronengras, Ingwer, Koriander, Lemonbasilikum usw... Und dann die ganzen leckeren Früchte: Mmmmmmhmmhmh!!!!

Der zweite Grund warum wir sehr oft in die Innenstadt von Hoi An gefahren sind war, dass es mindestens genau so viele Schneider wie Souvenir-Shops dort gibt. Nach ein bischen Recherche im Internet und wiederum einem Tipp von Bekannten hatte Roland sich entschieden Anzüge maßschneidern zu lassen und so mussten wir zu der ein oder anderen Anprobe ;-)
Aber wir wollen ja nicht alles auf Roland schieben: Im Endeffekt habe ich mir auch ein Kleid nähen lassen und Jonathan hat auch seinen ersten "tailor-made suit" bekommen.
Frei nach Barney Stinson: "Nothing suits me like a suit" :-)

Hier ein Eindruck vom "Vermessen", den fertigen Anzug gibt es dann erst bei Onkel Thomas und Tante Ani bzw. bei Onkel Kevin und Tante Verena auf der Hochzeit zu sehen...


Alles in allem hat es uns einfach sehr gut gefallen. Falls jetzt jemand Lust auf einen Vietnam-Urlaub bekommen hat: Wir geben unsere Tipp sehr gern weiter!:-)